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Wissen & Wert

Vals - das andere Bergdorf

 

Vals liegt zuhinterst im Tal, weit ab vom Pulsieren der Städte, weit ab vom Rummel – ein Bergdorf eben, so wie manch andere auch, aber trotzdem in vieler Hinsicht anders. Vals hat rund 1000 Einwohner und genauso viele Gästebetten. Ein seltenes Verhältnis, aber eines, das für dieses spezielle Dorf passt. – Im Gleichgewicht und unverbaut. Vals lebt, Vals bewegt.

 

Vals ist weltbekannt: das Valser Wasser, die Therme von Peter Zumthor und der Valser Stein. Exportschlager, die aus Vals eben Vals machen, damit Arbeitsplätze schaffen und die unverwechselbare Valser-Identität weit hinaus getragen wird. Vals ist anders. Vals ist ein Ort der über neues Schaffen und an der Freude am Experimentieren immer wieder Innovationen mit hoher Qualität schafft.

Valser Sprache

«Und ihre Sprache! - Die urchige Mundart voll eigentümlicher Ausdrücke, melodisch und rhythmisch wie ein kraftvoll zu Tale donnernder Wildbach, lässt sich, obwohl sie zum Teil germanischen Ursprungs sein muss, nicht in irgendwelche alemannischen Dialektformen einordnen» (Michel Jäger, Juni 1998)

‚Z’hinderefür cho‘ (durcheinander geraten) könnte man bei dieser Sprache. Wer versteht denn schon dieses ‚gnigglet volla Bluoma‘ beim Beschrieb der Alpwiesen? (Dicht mit Blumen bewachsen ist sie). Aber bevor Sie wieder ‚derdürab müend‘ (ins Unterland zurück) sollten Sie sich Zeit nehmen und sich dieser Sprache annehmen. Voller Sch’s und langer Vokale führt sie in eine Zeit und eine Kultur, die zu entdecken sich immer wieder von neuem lohnt.

Valserdeutsch

264 Seiten, inkl. Audio-CD, Verlag Desertina 2009
ISBN 978-3-85637-367-2

Stein und Wasser

Stein und Wasser haben von jeher Vals geprägt.

Seit es Vals gibt, spielt der Stein eine zentrale Rolle. Noch heute besagt eine Bauvorschrift im Dorf, dass jedes Dach mit Stein bedeckt sein muss. Früher gab es in der Umgebung 10 bis 15 Spaltplätze, jeder holte sich so viel Stein, wie er brauchte. Heute liegt der letzte grosse Steinbruch ganz hinten im Dorf, wo sich das Tal nach Zervreila hochschraubt.

Dort wird der Valser Quarzit, vor 50 Millionen Jahren bei 500 Grad und 15 Kilobar geformt, gesprengt, gebrochen, gespalten, gefräst, gestockt, geschliffen oder poliert. Bekannte Architekten haben diesen Stein entdeckt und benutzen ihn für ihre meisterhaften Bauten weltweit. Auf dem Boden, an Fassaden, auf den Dächern, in Badelandschaften oder Küchen.

Im Vergleich zum Valser Stein und dem im tiefen Innern, unterhalb von Vals, entstandenen Mineralwasser, ist ein Menschenleben ein Augenblick der Zeit.

Stein und Wasser gehören heute in Vals zu den herausragenden Produkten, deren Marken rund um die Welt ein Begriff sind: Valser Stein und Valser Wasser.

www.valser.ch
www.truffer.ch

Valser Wasserwelt

Valser ist die Einladung sich auf seine Quellen zu besinnen – auf sich selbst, auf seine Stärken. Auf das Wasser, das klar macht. Auf ein Produkt, das naturbelassen, unschuldig ist und ohne Stimulanzen auskommt. Valser steht für den bewussten Umgang mit individuellen Ressourcen. Für tiefe Empfindungen. Für ‚unverwässerte’ Lebensfreude. Für Ruhe und bewusste Wahl statt fremdbestimmtem Multitasking.

Die interaktive Ausstellung der «Valser Mineralquellen» vermittelt die Entstehung und Bedeutung des Wassers und wie in der natürlichen Wasserfabrik der Valser Berge Mineralwasser entsteht. In einer Videoanimation erfährt der Besucher, zu wie viel Prozent er aus Wasser besteht und vernimmt aussergewöhnliche Geschichten rund um das Thema Wasser.

Montag -  Freitag: 10.00 - 11.30 / 14.00 - 16.00 Uhr

Jeden Mittwoch um 10.00 Uhr betreute Führung im Besucherzentrum.

www.valser.ch

Kraftwerk Zerfreila

In den Fünfzigerjahren wurde der Valserrhein durch die «Kraftwerke Zervreila AG» zur Gewinnung von elektrischer Energie gestaut. Am Ausgang des Talbodens von Zerfreila steht eine Bogengewichtsmauer von 504 m Kronenlänge, einer maximalen Höhe von 151 m über Terrain und einem Fassungsvermögen von 100 Millionen Kubikmeter.

Geführte Besichtigung: im Sommer (17.06.-15.10.) jeweils Donnerstags. Abfahrt Postauto Vals 9.12 Uhr nach Zerfreila, Beginn der Führung 10 Uhr, Dauer ca. 1 Stunde.

Im Winter finden keine Besichtigungen statt.

Gandahus

Nicht weit vom Dorfplatz steht am linken Talhang das «Gandahus», das Valser Heimatmuseum. Dieses Bauernhaus stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört mit dem so genannten «Heidenbalken» zum ältesten Walserhaustyp. Das Museum beherbergt eine reiche Sammlung von Möbeln, Werkzeugen und Gegenständen und vermittelt einen umfassenden Einblick in den einstigen Alltag der Valserinnen und Valser. Das Gandahus ist das älteste, weitgehend unversehrte Haus im Tal.

Führungen Mai – Okt., Di. 14 Uhr, Mi. und Fr. 16 Uhr.