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Porträt

Gemeinde Vals Porträt
Gemeinde Vals Porträt

Vals ist eine walserdeutsche Sprachinsel in der rätoromanischen Val Lumnezia. Die Walser sind Oberwalliser, die vor rund 700 Jahren die höchsten Täler Graubündens besiedelt haben.Der Dorfkern heisst Vals-Platz und liegt 1252 m ü. M.Es gibt auf dem Gebiet der Gemeinde Vals eine ganze Reihe typischer Walser-Hofsiedlungen, die früher alle ganzjährig bewohnt waren. Die meisten werden heute noch als Maiensäss genutzt. Ganzjährig bewohnt sind neben Vals-Platz nur noch Camp, Leis und Valé. Häuser und Ställe sind mit Steinplatten gedeckt, das ist seit 50 Jahren im Baugesetz verankert. Und wenn in den letzten Jahren auch viel gebaut wurde, gibt es doch noch Dorfpartien, die recht geschlossen wirken. Im Jahr 2015 hat die ehemalige Gemeinde St. Martin (Lugnez) vor dem Taleingang mit Vals fusioniert.

Die Gemeinde hat rund 1000 Einwohner. Die erwerbstätige Bevölkerung arbeitet zu 8% in der Land- und Forstwirtschaft, zu 33% in Industrie und Gewerbe und zu 59% im Dienstleistungssektor.

Kirche Vals
Kirche Vals

Grösste Arbeitgeber sind das 7132 Hotel mit rund 130 Beschäftigten (zum Teil saisonal) und die Valser Mineralquellen GmbH mit über 60 Arbeitskräften.
Ein bedeutender Wirtschaftszweig ist auch die Natursteinproduktion: Im modernen Steinwerk der Truffer AG wird der bekannte «Valser Quarzit» verarbeitet. Es gibt aber auch zahlreiche kleinere und mittlere Gewerbebetriebe im Dorf, die vorwiegend in der regionalen Baubranche tätig sind.

Das volkswirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde ist der Tourismus. ⅔ des Volkseinkommens stammen direkt oder indirekt aus diesem Wirtschaftszweig. Vals wird besucht wegen seiner Bergwelt, dem Klima, dem schneesicheren Skigebiet am Dachberg (bis auf 3000 m ü. M.) und der Therme. Das Dorf verfügt über rund 1000 Betten in Hotels und Ferienwohnungen.

Sommer- und Wintersaison sind nach Logiernächten ziemlich ausgeglichen: Im Winter steht der Skisport im Vordergrund, im Sommer suchen Wanderer und Familien im Bergdorf Ruhe und Erholung. Seit der Eröffnung der neuen Therme (Architekt Peter Zumthor) hat Vals einen grossen Aufschwung erlebt.

Industriell dominiert die Valser Mineralquellen GmbH mit ihrem Abfüllbetrieb. Das Unternehmen vertreibt jährlich über 100 Millionen Liter «Valserwasser» und ist führend im schweizerischen Mineralwassermarkt. Industrielle Arbeitsabläufe sind auch das Merkmal des Steinwerks der Truffer AG. Rund 35% der Produktion wird heute exportiert.

Vals hat zahlreiche Gewerbebetriebe, die die meisten Bedürfnisse abdecken. Dies gilt auch für die Dienstleistungen, die ansässigen Handelsgeschäfte haben ein breites Angebot.

Die Bedeutung der Landwirtschaft ist gesunken, trotzdem gibt es 20 Vollerwerbsbetriebe in Vals. Auffallend dabei ist der Anteil junger Bäuerinnen und Bauern, die den Hof von den Eltern übernommen haben. Die vor dem Abschluss stehende Gesamtmelioration hat die Erwerbsbedingungen dieser jungen Landwirte verbessert. Die biologisch produzierten landwirtschaftlichen Produkte gewinnen auch für den Feriengast an Bedeutung, gefragt ist das Authentische des Tals.

Im Wissen um die touristischen Chancen des Tals hat sich die Gemeinde in diesem Sektor stets stark engagiert: im Jahr 1975 durch die Beteiligung an den Sportbahnen Vals AG und später durch die Übernahme der Hotel und Thermalbad Vals AG mit den Thermalquellen und dem Kurbetrieb. Am Bau des neuen Thermalbads hat sie sich ebenfalls finanziell beteiligt: Der Erfolg hat alle Erwartungen übertroffen. Die Gemeinde kann sich dies leisten, weil mit dem Bau der Kraftwerke Zervreila, der Errichtung des Kurzentrums und des Valserwasser-Abfüllwerks Steuereinnahmen und Wasserzinsen in erheblichem Umfang zur Verfügung stehen. Daneben hat die Gemeinde stets in die kommunale Infrastruktur investiert: Lawinenverbauungen, land- und forstwirtschaftliche Erschliessungen, Abwasserreinigungs- und Zivilschutzanlage, Schulhaus, Altersheim, Gemeindehaus.