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Foto Wilfried Dechau

Vals (Ausspr. Fals), die südlichste und flächenmässig grösste Gemeinde der Surselva (Kanton Graubünden). 1000 Einwohner. Auf Gemeindegebiet 14 Alpen und 50 Berggipfel. Dorfsiedlung am Valserrhein auf 1252 m ü. M. Funde aus der Bronzezeit (Therme und Tomül) und der Eisenzeit (Valserberg). Im 11./12. Jahrhundert Tal extensiv genutzt von Romanen.

 

Nach 1300 Einwanderung deutschsprachiger Walliser (Walser). 1457 Abwehrgesetz der Romanen der unteren Talschaft gegen die Expansion der Walser: Heiratsverbot. Viehwirtschaft und Ackerbau, bis ins 20. Jahrhundert Einzelsennerei. Güterverkehr mittels Bergträgern über den Valserberg nach Süden und für den Viehexport weiter nach Oberitalien.

 

Nach Eröffnung der Fahrstrasse von Ilanz her (1879) Umorientierung nach Norden. 1893 Eröffnung der Kur- und Badeanstalt Therme. Ab 1961 Vertrieb des Valserwassers. 1970 Eröffnung Badezentrum. 1964 erster Skilift. Dann Erschliessung „Dachberg“ bis 3000 m ü. M. 1994–96 Bau neue Therme (Architekt Peter Zumthor).