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- Foto David Berni
Vals ist mit 153 km2 flächenmässig eine der grössten Gemeinden des Kantons Graubünden. Vals befindet sich in einem Seitental des Bündner Oberlands (Surselva) und grenzt im Süden an den Kanton Tessin. Knapp die Hälfte der Fläche besteht aus Wiesland und Alpweiden, der Bergwald bedeckt 8% des Tals und der Rest ist Fels und Eis.
Das volkswirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde ist der Tourismus. 2/3 des Volkseinkommens stammt direkt oder indirekt aus diesem Wirtschaftszweig. Vals wird besucht wegen seiner Bergwelt, dem Klima, dem schneesicheren Skigebiet am Dachberg (bis auf 3000 m ü. M.) und der Therme.
Vals ist eine walserdeutsche Sprachinsel in der rätoromanischen Val Lumnezia. Die Walser sind Oberwalliser, die vor rund 700 Jahren die höchsten Täler Graubündens besiedelt haben.
Der Dorfkern heisst Vals-Platz und liegt 1252 m ü. M.
Es gibt auf dem Gebiet der Gemeinde Vals eine ganze Reihe typischer Walser-Hofsiedlungen, die früher alle ganzjährig bewohnt waren. Die meisten werden heute noch als Maiensäss genutzt. Ganzjährig bewohnt sind neben Vals-Platz nur noch Camp, Leis und Valé. Häuser und Ställe sind mit Steinplatten gedeckt, das ist seit 50 Jahren im Baugesetz verankert. Und wenn in den letzten Jahren auch viel gebaut wurde, gibt es doch noch Dorfpartien, die recht geschlossen wirken.
Vals zählte im Jahr 2000 gemäss Statistik 885 Einwohner. Diese Zahl ist aber zu tief, weil die Saisonangestellten nicht mitgerechnet wurden: Vals hat rund 1000 Einwohner. Die erwerbstätige Bevölkerung arbeitet zu 23% in der Land- und Forstwirtschaft, zu 29% in Industrie und Gewerbe und zu 48% im Dienstleistungssektor. Diese Aufteilung ist leicht verzerrt, weil die Nebenerwerbsbauern der Landwirtschaft voll angerechnet werden.